Unsicherheit

Ich bin mir im Moment doch noch sehr unsicher ob ein Blog für mich das richtige ist.

Es gäb dabei ja auch die Möglichkeit das ich den Blog wirklich nur dafür habe um Kommentare bei anderen Blogs schreiben zu können und um bei Gewinnspielen mit machen zu können.

Andererseits sehe ich auch die Möglichkeiten eines Blogs.

  1. Ich kann mir vorstellen das das digitale Tagebuch schreiben mir manche Sachen bewusst macht, weil ich sie von meinen Gedanken aufs „Papier bringe“.
  2. Manche Themen die mir wichtig sind eine Öffentlichkeit dadurch bekommen und in Zukunft, wenn ich dann evtl. mehr LeserInnen habe, ich damit evtl. auch bei diesen Personen etwas ins Rollen bringen kann.
  3. Ich könnte durchs Bloggen evtl. neue Freundschaften gewinnen, mit denen ich ja im Moment eher rar bestückt bin. Ich habe schon in einigen Blogs gelesen, das aus regelmäßigen Leserinnen Freundinnen geworden sind.
  4. Selbst Dinge zu verlosen um andere damit eine Freude zu machen fände ich auch schön.

Um das was ich negativ dabei sehe aufzuzählen muss ich eigentlich etwas schreiben warum ich (wie in meinem ersten Postgeschrieben) allgemein dem sich öffentlich digital mitteilen kritisch entgegen stehe (obwohl ich damit hauptsächlich Facebook meine, aber ich werde dann auch noch darauf eingehen worin meiner Meinung nach der Unterschied zwischen Facebook und dem bloggen liegt). Puh, das wird ne längere Sache aber ich tus, wenn auch etwas ungeordnet. Nur damit es klar ist, ich bin nicht bei Facebook angemeldet und hoffe das das auch noch lange so möglich ist.

  1. Eine Sache die mir z.B. aufgefallen ist, das jeder von jedem alles weiß, egal ob entfernte Bekannt oder gute Freunde. Ich habe zum Beispiel einen alten Bekannten wieder getroffen, wir haben uns ein bischen unterhalten darüber was in unseren Leben in den letzten Jahren in denen wir uns nicht gesehen haben so passiert ist. Dann hat er mich auf meine beste Freundin angesprochen, die er auch besser und länger kannte als mich, zu der er aber genauso wie zu mir schon seit ca. drei Jahren keinen Kontakt mehr habe. Als ich ihm dann erzählte wie es ihr so geht, was sie macht und das sie im Moment auf USA Rundreise ist sagte er das er das ja an sich wisse. Er habe das ja auf Facebook gelesen und wisse auch das sie gerade in Chicago ist und welches Wetter dort ist. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Da sind zwei Menschen wo man früher gesagt hätte die kannten sich mal und sind nun über Facbook „befreundet“. Sie wissen eigentlich jede Kleinigkeit übereinander, aheb aber eigentlich keinen persönlichen (sei es Face-toFace oder E-Mail oder Telefon) Kontakt. Ich frage mich auch über was die beiden reden sollen wenn sie sich dann mal im realen Leben sehen. Sie wissen doch schon alles (gut natürlich kommt es darauf an was die jeweilige Person alles in Facebook veröffentlicht) übereinander. Also mich hat dieses Erlebnis in meiner Meinung über Facebook sehr geprägt, sie wissen alles übereinander haben aber eigentlich keinen persönlichen Kontakt. Und ganz ehrlich glaube ich nicht das ich es anders machen würde/könnte, ich bin viel zu neugierig dazu. Ich würde mir garantiert ständig Seiten von Freunden und alten Bekannten anschauen ohne mit ihnen persönlich in Kontakt zu treten und da ich das nicht gut finde setzte ich mich dieser Versuchung erst gar nicht aus.
  2. Ich glaube einfach nicht das meine Freundschaften und Bekanntschaften durch Facebook intensiver und  tiefer werden würden. Ich glaube (es käme halt darauf an es auszuprobieren) das ich mich durch diese Kommunikationsmöglichkeit nicht häufiger mit Freunden treffen würde und alte Bekanntschaften dadurch nicht wieder aufleben würden. Es wäre halt ein Versuch mir die Regel aufzuerlegen Facebook ausschließlich dazu zu nutzen Freundschaften ins reale Leben zu holen. Aber intensivere Freundschaften durch die Kommunikation auf Facebook? Dafür besteht die dort stattfindende Kommunikation doch eher aus flachen Mitteilungen was einfach auch der Kurzlebigkeit der dortigen Informationen geschuldet ist und der dortigen Kommunikationskultur. Facebook ist nicht dazu gedacht, bzw. wird nicht dazu genutzt sich dafür Zeit zu nehmen und sich mit Themen wirklich auseinander zu setzen. Man könnte natürlich versuchen einen Unterschied zu machen. Diese Weise der Kommunikation ist aber auch einfach bequemer und bequem haben wir es doch alle gerne!
  3. Facebook ist einfach scheiße gelayoutet. Ich schaue mir regelmäßig eine Facebookseite an auf der eine Frau über ein bestimmtes Thema postet, hauptsächlich aber Bilder und Artikel dazu. Und ich finde es einfach dermaßen unübersichtlich. Immer diese einzelnen Kästchen mit Überschrift, Link zu der Seite wo das gepostete herkommt oder wo man ein Foto hinterlegt hat und die kleinen Fotos von den Leuten den gefällt oder die Kommentare hinterlassen haben, ne ne ne, also übersichtlich ist anders!
  4. Vereinfachung der Sprache. In diesem Punkt beziehe ich mich vor allem auf die Aussagen der US-Soziologin und Technologieexpertin Sherry Turkle im Spiegel Interview der Ausgabe 27 2012. Durch Facebook (aber natürlich auch durch E-Mails und SMS aber ich denke wenn man bei Facebook ist umso mehr) wird einfach viel eher miteinander geschrieben als gesprochen. Der reale, nicht zeitversetzte Kontakt/Kommunikation wird vermieden (das Patenkind meiner Mutter(16Jahre)  sitzt in den Sommerferien zeitgleich mit den Freunden daheim vorm PC und kommuniziert anstatt sich zu treffen und etwas zu unternehmen) und sozialen Situationen wird ausgewichen. Wenn jemand etwas schreibt, sei es auf Facebook oder per Mail können wir entscheiden in wie weit wir uns beteiligen wollen oder ob wir die Nachricht, Information lesen wollen oder nicht. Wenn man gemeinsam im Café sitzt oder spazieren geht muss man auf das gesagte reagieren, oder zumindest aushalten mit dem gesagten nichts anfangen zu können. Soziale Situationen werden vermieden, bzw. selektiv ausgesucht.
  5. Ein Thema das natürlich nicht fehlen darf ist das des Datenschutzes. Darüber wurde schon so viel geschrieben das ich da auf den Sachverhalt an sich nicht näher eingehen möchte. Es ist natürlich so das jeder selbst entscheiden kann wie viel und was er von sich preis gibt. Aber darin liegt auch die Schwierigkeit zum Beispiel bei Dingen die man eigentlich posten möchte aber nur enge Freunde und Bekannte das lesen können sollen. Dann aber zu unterscheiden fällt schwer und macht arbeit bei so vielen „Freunden“ also Lesern die man hat.

Eigentlich wollte ich hinter jedem Punkt schreiben warum dieser Kritikpunkt nicht aufs bloggen zutrifft. Aber ehrlich gesagt ist mir dazu nicht immer etwas eingefallen und das ist eben gerade mein Problem und meine Unsicherheit, aber vielleicht fällt euch ja was dazu ein.

Puh! Das war jetzt extrem viel und bestimmt nicht vollständig, also wenn mir noch etwas einfällt werde ich es einfach hinzufügen. Mein Fazit ist aber das ich jetzt erst mal anfangen werde zu bloggen und aber wachsam bin wenn ich merke das es in falsche Bahnen läuft.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s