Bestandsaufnahme! Achtung! Heulerei!

Vor eins zwei Wochen habe ich diesen Artikel angefangen zuschreiben, wurde dann nicht fertig und in den nächsten Tagen ging es mir wesentlich besser, so das es mir schwer viel über die Sachen zu schreiben die mich in letzter Zeit im negativen beschäftigen. Da ich den Artikel hier aber nicht vergammeln lassen möchte, veröffentliche ich ihn einfach mal und schreibe wann anders weiter! :

 

Lang lang ists her das ich das letzte Mal geschrieben habe.

Woran liegt das wohl?

Irgendwie schwer zu sagen. Aber da das Bloggen doch wirklich eine reflektierende und bewusst machende Wirkung hat vielleicht daran das ich im Moment im allgemeinen eher unzufrieden bin mit vielem. Eigentlich wäre es dann, glaube ich, gut erst recht zu schreiben. Eben um die Gründe zu reflektieren, sich darüber bewusst zu werden und mal (schriftlich) auszusprechen was einfach los ist. Vor allem auch weil ich nun mal kaum Freundschaften habe bei denen das möglich ist (sich mal ausheulen und darüber reden wie es mir wirklich geht). Ich will hier jetzt nicht auf die Tränendrüse drücken, aber da ich eh nicht weiß ob das hier überhaupt jemand ließt und ich den Blog ja ziemlich anonym halte werde ich einfach mal aufschreiben was mich beschäftigt.

1. Kinderwunsch. Wer hier doch hin und wieder ließt wird an meinen genähten Sachen gemerkt haben das wir einen konkreten Kinderwunsch haben und ich dem auch Taten folgen lasse. Die letzen sieben Monate waren wir am „üben“ wie man das ja so schön nennt. Auch wenn ich wusste das es normal ist wenn es etwas dauert und es nicht sofort klappt war ich jetzt doch enttäuscht. Ich habe mir zwar fest vor genommen das alles nicht so verbissen zu sehne  und genügsam anzugehen aber wir wissen ja alle wie das so ist mir den Vorsätzen. Jetzt wollen wir bis Juni einfach die fruchtbaren Tage vergessen und einfach wieder lockerer werden. Sex nach Plan ist einfach irgendwann auch wirklich Lust tötend. Ich rechne mir für die nächste Übungsphase alleine deswegen mehr Chancen aus weil Alex in der zwischen Zeit einen bösen langwierigen Magen-Darm-Infekt  hatte und seine Ernährung ganz schön umgestellt hat was sich ja auf das Thema Fruchtbarkeit nur positiv auswirken kann. Außerdem haben wir unseren Kinderwunsch in Gottes Hände gegeben und er hat wahrscheinlich einfach nur einen besseren Zeitplan als wir und deshalb hat es noch nicht geklappt. Also alles in allem bin ich was diesen Punkt betrifft doch recht positiv gestimmt, aber auch ein wenig enttäuscht.

 

2. Arbeit! Wer nicht weiß was ich beruflich mache kann es hier nachlesen. Eigentlich liebe ich meine Arbeit und es ist manchmal sogar Ausgleich zum stressigen Privatleben, besonders auch weil wir so ein tolles Team sind. In der Natur der Sache liegt es natürlich das es in der Arbeit immer viele Veränderungen gibt, da die Jugendlichen  ja planmäßig nur drei Monate da sind und sich dadurch die Gruppenzusammensetzung oft ändert. Aber im Moment gestaltet sich vieles einfach sehr schwierig. Wir als Team hatten schon seit einigen Wochen, ich glaube sogar seit Dezember, das Gefühl das unter den Jugendlichen irgendetwas merkwürdiges läuft, wussten aber nicht was dort genau los ist. Es kam vermehrt vor das Handys und Geld der Jugendlichen geklaut wurden. In solchen Fällen haben wir einfach überhaupt keine Handhabe und können, außer die Jugendlichen darauf hinzuweisen das es die Möglichkeit gibt Sachen in unserem Safe einzuschließen, nichts tun. In unserer Arbeit ist es eigentlich klar, das wir mit der Ungewissheit leben müssen ob die Storys die die Jugendlichen erzählen wahr sind oder nicht. Aber irgendwann wurde es schon schwierig, wenn man das Gefühl hat ständig die Unwahrheit erzählt zu bekommen, bzw. etwas vorgespielt zu bekommen und nicht zu wissen was da eigentlich in der Gruppe abgeht. . Irgendwann konnten wir manchen jugendlichen Drogenkonsum nachweisen und einer davon flog auch aus der Einrichtung. Aber viel ist seit dem nicht ins Rollen gekommen. Ein großes Problem ist dabei auch einfach das wir in solchen Fällen auf eine sehr gute, vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit mit unserem Jugendamt angewiesen sind. Da ist aber im Moment das Problem, dass es dort einen jungen Mitarbeiter gibt (der als einziger aus dem Team des Jugendamts eine 100% Stelle hat und dadurch für die meisten unserer Jugendlichen zuständig ist) mit dem es einfach nicht möglich ist die Probleme der Jugendlichen anzupacken und gemeinsam zu handeln. Aber wenn wir (Jugendamt und wir Betreuer) dort nicht an einem Strang ziehen und vor den Jugendlichen auch so auftreten, können wir kaum etwas erreichen. Das frustriert im Moment einfach sehr. Aber da sich trotz vieler Bemühungen unsererseits und auch schon von Seiten unserer Chefin einfach nichts ändert gilt es wohl einfach das zu akzeptieren.

3.Nähen! Meine normale Nähmaschine ist kaputt. Ich habe einige Sachen angefangen zu nähen, in dem ich erst mal die Nähte gemacht habe die ich mit der Overlock nähen kann. Aber irgendwann muss einfach eine normale Nähmaschine dran. Eine neue Nähmaschine will ich mir im Moment aber nicht kaufen, da ich eigentlich auf eine Nah- Stickmaschine sparen will. Einerseits ärgere ich mich darüber nicht weiter zu kommen, andererseits bekomme ich es nicht auf die Reihe endlich eine E-Mail zu verfassen und sie an unseren E-Mail-Postboten meiner (Kirchen)Gemeinde zu senden um nachzufragen ob mir jemand eine Nähmaschine für ca. 2 Monate leihen kann.

 

So, das sind jetzt mal drei Punkte mit denen ich im Moment zu kämpfen habe, für mehr habe ich im Moment keine Zeit (also um darüber zu schreiben).

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